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Mythos ArtikelEin Mythos (der; griechisch, zu altgr. mýthos, "Wort", "Rede", "Erzählung",lat. Mythus, Mz: Mythen) oder eine Mythe ist eine Erzählung von Ereignissen einer Götter-, Schöpfungs-, Vor- oder Frühgeschichte, die sehr häufig phantastische Elemente enthält. Diese Erzählungen von Göttern, menschlichen Kulturheroen und Menschen berichten darüber, wie die Tatsächlichkeiten der Gegenwart in denjenigen der Vergangenheit begründet worden sind, d. i. Entstehung der Götter, der Menschen, eines Volkes, des Kosmos (=Kosmogonie). Sie berichten auch über endzeitliche oder jenseitiges Geschehen, d. i. die Apokalypse und betrifft die Eschatologie. Psychologisch sind Mythen durch ihre enthaltenen Projektionen bezüglich menschlicher Probleme und Erfahrungen oder Umstände auf übermenschliche Wesen, Charaktere u ä. tiefenspychologisch deutbar.
Der Mythos ist eine bildhafte Weltauslegung und Lebensdeutung in erzählerischer Berichtsform, versehen mit Symbolen, Visionen und fabulierenden Darstellungen, die jedoch eine allgemeine Wahrheit enthalten kann. Häufig wird in dem Mythos das Handeln und Wirken von Göttern in Anlehnung an menschliche Verhältnisse (anthropomorph) dargestellt (Götterfamilien, Göttergeschlechter).
Mythen werden in den Mythologien der Völker systematisch zusammengefasst, überliefert bzw. tradiert und vor allem gedeutet.
Die Genesis des Pentateuch der Bibel enthält in diesem Sinne mythische Erzählungen, jedoch keine Mythologie, siehe Garten Eden etc.!
Als Gegensatz zu dem Mythos wird meist pejorativ (das ist: abwertend, verschlechternd) der Logos gesetzt, der – in dem Gegensatz zu dem Mythos – dem rationalen Diskurs zugänglich ist.
Buch-Tipp: Blätter von Bäumen. Heilkraft und Mythos einheimischer Bäume Ein alter Begleiter in neuem Gewand Ein Buch, das mich schon seit 30 Jahren begleitet, ist jetzt in aktualisierter Auflage und in neuer Aufmachung wieder erschienen. Ein Dauerseller, der in all den Jahren nichts an Aktualität verloren hat. Wir sehen heute mit großer Deutlichkeit, wie kritisch die an reinen ökonomischen Interessen orientierte... | |
Mythen dienten stets – und dienen stets noch, werden stets – der Erklärung der Welt und des Wesens des Menschen, wie in den Schöpfungsmythen der verschiedensten Mythologien deutlich wird.
Buch-Tipp: Das Geheimnis der Dualseelen, Seelengefährten und Seelengeschwister Über die Duale Seele in die Relativitätstheorie Anfangs könnte man meinen, alles weit hergeholt? Wer seiner Dualen Seele
begegnet ist und es nicht wußte, dieses Buch hat die Erklärung für alles, dass Alles ist und Nichts Alles. Man wird gezwungen, ohne es zu wissen, Einsteins Theorie zu leben. Alle meine Fragen, sind mit einem Schlag beantwortet.... |
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Die schriftliche Niederlegung und dichterische Ausformung der Mythen kennzeichnet den "Beginn" der abendländischen Literatur, die stets wieder zentrale Motive des Mythos aufgreift und umformt. Bedeutend für die europäische Kultur sind die griechisch-römischen Mythen, die seit Homer und Hesiod zu dem Stoff der Dichtung wurden und bis in das 18. Jahrhundert hinein durch die Rezeption der Antike literarische Motive lieferten.
Platon (Gorgias 527a) und Aristoteles billigen dem Mythos ca. noch die Möglichkeit einer Annäherung an die Wahrheit zu.
Die Dichter der Romantik griffen wieder auf griechische sowie nordische, später auch auf indische Mythen zurück.
Die Aufklärung verstand den Mythos als kindliche Vorstufe zu dem begrifflichen Denken und durch dieses überwunden. Horkheimer und Theodor W. Adorno betrachten in dem 20. Jahrhundert die Gefahr des Verlustes des Mythischen in dem Aufklärungsprozess.
Fuck
Buch-Tipp: Das Gilgamesch-Epos. Der älteste überlieferte Mythos der Geschichte Gelungenes Buch Alles in allem ist das Buch jedoch gelungen. Für den interessierten Leser, der ca. die Geschichte selbst möchte, ist es perfekt. Möchte man weitergehende Informationen, zu dem Beispiel zur ausgedehnten sumerischen Götterwelt, so sollte man zu einem anderen Buch greifen, denn solche Erklärungen fehlen hier ganz.
Wem es um ca. um... |
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In der heutigen Forschung wird der Mythos als rituelle Wiederholung von Urereignissen gedeutet, als erzählerische Aufarbeitung menschlicher Urängste und -hoffnungen. In dieser Funktion hat er nachdem Urteil von Psychologen und Philologen einen unaufholbaren Vorsprung gegenüber Begriffssystemen.
Nach Nietzsche ist das Unbehagen in der Kultur der Moderne Ausdruck des Mythosverlusts: "Dem mythenlosen Menschen der Moderne fehlt die Kraft der Abbrevuiatur, der Horizontbegrenzung, die er Mythos leistet. Der Mythos ist die Matrix des Weltbildes – er stellt ein Bild von der Welt und umstellt die Welt mit Bildern" (Norbert Bolz, Eine kurze Geschichte des Scheins, 1991).
In der aktuellen Verwendung genannt Mythos häufig auch eine Volksmeinung ohne Bestimmbarkeit der Herkunft bzw. Begründung (Mythos Spiegel) oder eine Überhöhung bzw. Stilisierung (Mythos Apple).
Buch-Tipp: Der Heros in tausend Gestalten. Grandioses Werk in leicht uneleganter Übersetzung Zu Joseph Campbells großartigem Mythenpanorama haben meine Vorredner eigentlich schon alles gesagt: "Der Heros in tausend Gestalten" ist ein faszinierender Einblick in die Grundlagen menschlichen Fabulierens, und schafft es sogar noch, nebst tiefenpsychologischer Deutung auch einige Anreize zu dem Nachsinnen... |
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Buch-Tipp: Der Mythos des Sisyphos Nihilismus-Überwindung sehr anschaulich Mit seiner philosophischen Ausarbeitung zu dem Thema des Absurden, zu welchem auch Caligula und der Fremde zu zählen sind, entwickelt Camus erste Ansätze zur Überwindung des Leidens in dem Bewusstsein eines sinn- und nutzlosen Lebens.
In sehr schöner und sehr verständlicher Sprache wird hier ein Grundproblem... |
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